In Arkansas, der Energieverbrauch im Zeitraum von September 2024 bis August 2025 zeigt eine deutliche Dominanz von fossilen Brennstoffen, die über 60% des Energiemixes ausmachen. Dabei entfallen etwa ein Drittel auf Gas und knapp mehr als ein Viertel auf Kohle. Kohlenstoffarme Energiequellen stellen hingegen rund 38% des Elektrizitätsmixes dar, wobei die Kernenergie mit fast einem Viertel des gesamten Verbrauchs den größten Anteil ausmacht. Solarenergie, insbesondere die von Solaranlagen, trägt knapp 7% bei, während die Wasserkraft etwa 5% ausmacht. Der Beitrag von Biokraftstoffen ist mit knapp über 1% nahezu vernachlässigbar. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Nutzung kohlenstoffarmer Technologien noch erhebliches Ausbaupotenzial aufweist, um einen nachhaltigeren Energiemix zu erreichen.
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Wächst der Strom in Arkansas?
Der gesamte Stromverbrauch in Arkansas hat in den letzten Jahren einen leichten Rückgang erfahren. Aktuell liegt der Verbrauch bei 20.513 kWh pro Person, was einen Rückgang um 2.069 kWh pro Person seit dem Höchststand von 22.582 kWh im Jahr 2018 darstellt. Erfreulich ist jedoch der Anstieg in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die nunmehr 7.716 kWh pro Person ausmacht und damit den vorherigen Rekord aus dem Jahr 2004 von 7.611 kWh pro Person übertrifft. Der jüngste Anstieg um 105 kWh pro Person weist zwar auf eine positive Entwicklung hin, jedoch ist das Wachstum im kohlenstoffarmen Bereich im Kontext eines insgesamt rückläufigen Stromverbrauchs dennoch ausbaufähig.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Arkansas weiter zu steigern, wäre der Ausbau der bereits beträchtlichen Kernenergieerzeugung ein wichtiger Schritt. Dazu kann Arkansas von Regionen lernen, die bereits erfolgreich eine hohe Deckungsrate mit sauberen Energien erreicht haben. Frankreich und die Slowakei haben einen hohen Anteil an Kernenergie von etwa 70% beziehungsweise 66% ihrer Stromerzeugung. Auch der Ausbau der Solarenergie könnte vielversprechend sein, wie das Beispiel Kalifornien zeigt, wo Solarenergie etwa 29% der Stromerzeugung ausmacht. Ferner ist zu überlegen, ob Erfahrungen aus Bundesstaaten wie Nevada, das 33% seines Stroms aus Solarenergie gewinnt, nützlich sein können, um die Sonnenenergie in Arkansas weiter zu fördern.
Geschichte
Ein Blick in die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Arkansas zeigt wiederholte Schwankungen, insbesondere im Bereich der Kernenergie. Anfang der 2000er Jahre gab es bedeutende Rückgänge, etwa 2005 und 2008, in denen die Kernenergie um 1,8 TWh beziehungsweise 1,3 TWh sank. Starke Rückgänge wie 2013, als die Kernenergieerzeugung um 3,5 TWh fiel, sollten kritisch betrachtet werden. Erfreulicherweise gab es in den folgenden Jahren immer wieder Aufschwünge, etwa 2014 mit einer Zunahme um 2,5 TWh. Wasserkraft hatte ebenfalls ihre Höhen und Tiefen, was jedoch die Bedeutung einer stabileren und nachhaltigeren kohlenstoffarmen Energieproduktion unterstreicht. Derartige Schwankungen betonen die Notwendigkeit eines stabileren Ausbaus von kohlenstoffarmen Quellen, um zukünftige Energiebedürfnisse sicher und nachhaltig zu decken.


