Elektrizität in Usbekistan im Jahr 2023
Der aktuelle Stand der Elektrizitätsproduktion in Usbekistan im Jahr 2023 zeigt, dass Fossile Brennstoffe den Großteil der Stromerzeugung dominieren, mit fast 90% Anteil an der gesamten Elektrizitätserzeugung. Davon stammt über drei Viertel vom Gas. Kohlenstoffarme Energiequellen machen knapp 9% der Erzeugung aus, wobei Wasserkraft fast 8,3% beträgt. Kohle liefert etwa 7,2% der Elektrizität. Der Rest, etwa 3,7%, wird durch Netto-Importe abgedeckt. Diese Zahlen verdeutlichen eine starke Abhängigkeit Usbekistans von fossilen Brennstoffen, was angesichts der globalen Klimaziele besonders herausfordernd ist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, Energy Institute und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Usbekistan?
Betrachtet man den Stromverbrauch pro Kopf, so zeigt sich in Usbekistan leider ein Abwärtstrend. Im Jahr 2023 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 2221 kWh, was im Vergleich zu dem historischen Höchststand von 1987 einen Rückgang um über 600 kWh pro Person bedeutet. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung hat im Laufe der Jahrzehnte abgenommen. Im Jahr 2023 liegt sie bei etwa 198 kWh pro Person, was im Vergleich zum Höchststand im Jahr 1988 einen Rückgang von etwa 170 kWh pro Person darstellt. Diese Entwicklungen sind besorgniserregend, da sie auf einen Rückgang der nachhaltigen Stromproduktion hinweisen, was dem Ziel einer kohlenstoffarmen Zukunft entgegensteht.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen, könnte Usbekistan von anderen Ländern mit erfolgreicher Nutzung dieser Technologien lernen. Regionen wie Frankreich und die Slowakei haben gezeigt, dass Kernenergie einen erheblichen Anteil der Stromversorgung nachhaltiger gestalten kann, und Usbekistan könnte davon profitieren, ihre Kernenergie-Infrastruktur zu verbessern. Ebenso sollte Usbekistan in Betracht ziehen, das Potenzial der Solarenergie auszuschöpfen, wie es Staaten wie Kalifornien und Nevada erfolgreich tun. Dieser Ausbau wäre ein entscheidender Schritt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die negative Umweltbelastung durch Treibhausgasemissionen zu verringern.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Usbekistans gab es im Bereich Wasserkraft einige Schwankungen. In den späten 1980er Jahren und den frühen 1990er Jahren kam es zu bedeutenden Schwankungen mit leichten Anstiegen und Rückgängen in der Erzeugung. Nach der Jahrtausendwende, insbesondere um die Jahre 2000 bis 2006, war die Erzeugung durch gravierende Rückgänge beeinträchtigt. In den letzten Jahren hat sich die Situation etwas stabilisiert mit leichten Erhöhungen und Rückgängen, jedoch ohne signifikante Wachstumszeichen. Es wird daher dringend empfohlen, verstärkt in die Ausweitung kohlenstoffarmer Technologien zu investieren, um eine nachhaltigere und sichere Energiezukunft zu gewährleisten.





