Elektrizität in Turkmenistan im Jahr 2023
Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Turkmenistan zeigt eine überwältigende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, insbesondere von Gas. Fast 100% der Stromerzeugung stammt aus fossilen Quellen, mit Gas als dominierender Energiequelle. Kohlenstoffarme Energien, einschließlich Technologien wie Wind, Solar und Kernenergie, spielen beinahe keine Rolle bei der Elektrizitätserzeugung des Landes. Diese fast ausschließliche Nutzung fossiler Brennstoffe trägt zu Umweltproblemen wie Luftverschmutzung und dem Klimawandel bei, weshalb es essenziell ist, die Strategie Turkmenistans zu überdenken und den Anteil von sauberer Energie zu erhöhen.
Wächst der Strom in Turkmenistan?
In Bezug auf das Wachstum der Stromnutzung hat Turkmenistan einen moderaten Anstieg des durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauchs von 4509 kWh im Jahr 2022 auf 4588 kWh im Jahr 2023 verzeichnet. Dieses Wachstum ist jedoch gering und der Einsatz kohlenstoffarmer Energien ist im Vergleich zu den Werten der frühen 1990er Jahre drastisch gesunken, von damals 186 kWh pro Person auf jetzt nahezu vernachlässigbare Werte. Trotz eines leichten Anstiegs insgesamt gibt es keine Anzeichen dafür, dass kohlenstoffarme Technologien an Relevanz gewinnen, was die Hoffnung auf eine saubere und nachhaltige Zukunft enttäuschend trübt.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, sollte Turkmenistan von erfolgreichen Ländern und Regionen lernen, die Solar- und Kernenergie stark integriert haben. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen mit einer Kernenergienutzung von fast zwei Dritteln, wie effektiv und nachhaltig diese Technologie sein kann. Auch die breite Nutzung von Windenergie in Dänemark und einigen US-Bundesstaaten, wie Iowa, die über die Hälfte ihrer Elektrizität aus Wind gewinnen, verdeutlicht den Erfolg kohlenstoffarmer Strategien. Der verstärkte Ausbau von Solarenergie ist ebenfalls vielversprechend, wie es Länder wie Chile, mit einem sichtbaren Anteil aus Solar, erfolgreich demonstrieren. Ein derartiger Energiemix aus Kernenergie und Solarenergie kann Turkmenistan nicht nur zu einer saubereren, sondern auch energetisch souveränen Zukunft verhelfen.
Geschichte
Die Geschichte kohlenstoffarmer Elektrizität in Turkmenistan ist geprägt von Stillstand und Rückgang. Besonders in den späten 1980er Jahren wurde noch ein gewisser Anteil durch Wasserkraft generiert, jedoch stagnierte diese Entwicklung ab den frühen 1990er Jahren. Die wenigen Erfolge bei der Nutzung von Wasserkraft gingen Ende 1992 verloren, und seitdem gab es keine nennenswerten Entwicklungen. In den folgenden Jahrzehnten blieb der Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung unverändert niedrig, was die Chancen auf eine durchgreifende Transformation der Energieversorgung verpasst hat. Diese Vergangenheit sollte als Ansporn dienen, eine aktive und nachhaltige Energiepolitik zu verfolgen, die auf den Ausbau von Solar- und Kernenergie setzt.












