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Elektrizität in Turkmenistan im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
1,4 kWh/person -185
Gesamtelektrizität
4.588 kWh/person +79
Kohlenstoffarmer Elektrizität
0,03 % -4,8
Kohlenstoffintensität
490 gCO2eq/kWh +22

Turkmenistans Stromverbrauch wurde 2023 praktisch vollständig durch fossile Brennstoffe gedeckt: Gas machte nahezu 100 % aus. Kohlenstoffarmer Strom spielte dagegen mit einem Anteil von nahe null kaum eine Rolle. Damit ist die Stromversorgung fast vollständig von einer fossilen Quelle abhängig. Ein Ausbau sauberer Stromerzeugung könnte diese Abhängigkeit verringern und zugleich die mit fossilen Brennstoffen verbundenen Klimabelastungen und Luftverschmutzung reduzieren.

Wächst der Strom in Turkmenistan?

Der Stromverbrauch pro Person wächst, allerdings nur leicht: 2023 erreichte er rund 4.590 kWh und übertraf damit den bisherigen Rekord von rund 4.510 kWh aus dem Jahr 2022 um 79 kWh beziehungsweise knapp 2 %. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist die Entwicklung dagegen enttäuschend: Sie lag zuletzt bei lediglich 1 kWh pro Person, gegenüber dem bisherigen Höchststand von 186 kWh im Jahr 1990. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Rekord um 185 kWh, also mehr als 99 %. Der neue Verbrauchsrekord ist erfreulich, doch für die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI braucht Turkmenistan insbesondere mehr saubere Stromerzeugung.

Vorschläge

Turkmenistan sollte vor allem Solarenergie ausbauen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen, ergänzt durch Windkraft an geeigneten Standorten. Für Solarenergie bieten sonnenreiche Regionen hilfreiche Vorbilder: In Pakistan stammt fast ein Viertel der Stromerzeugung aus Solarenergie, im US-Bundesstaat Nevada sogar mehr als ein Drittel. Bei der Kernenergie sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit einem Anteil von 20 % und Armenien mit knapp 30 % interessante Vergleichsregionen; Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln, welchen großen Beitrag Kernenergie leisten kann. Für Windkraft kann Turkmenistan von der Türkei lernen, wo Wind 12 % der Stromerzeugung liefert, sowie vom US-Bundesstaat Kansas mit fast der Hälfte. Klare Ausbauziele, ein leistungsfähiges Stromnetz und die Ausbildung von Fachkräften könnten helfen, diese Erfahrungen in einen wachsenden kohlenstoffarmen Stromsektor zu übertragen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die vorliegenden historischen Daten zeigen bei der Wasserkraft überwiegend Stillstand. Von 1986 bis 1989 blieb die Erzeugung gegenüber dem jeweiligen Vorjahr unverändert. 1990 stieg sie um 0,7 TWh, blieb 1991 stabil und fiel 1992 wieder um 0,7 TWh – der vorherige Zuwachs wurde damit vollständig rückgängig gemacht. Von 1993 bis 1999 sowie in den aufgeführten Jahren 2021 bis 2023 gab es erneut keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Für die dazwischenliegenden Jahre enthält die Tabelle keine Angaben. Insgesamt zeigen die dokumentierten Jahre keinen dauerhaften Ausbau der Wasserkraft; umso wichtiger ist jetzt ein entschlossener Ausbau von Solar-, Wind- und Kernenergie.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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