Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Suriname zeigt, dass der Großteil der Elektrizität aus fossilen Brennstoffen stammt, nämlich mehr als die Hälfte, während knapp 43% der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen wie der Wasserkraft kommt. Besonders bemerkenswert ist, dass nahezu der gesamte low-carbon Strom aus der Wasserkraft stammt, was Suriname einen beachtlichen Anteil sauberer Energieanwendung verschafft. Jedoch bleibt der hohe Anteil an fossilen Brennstoffen eine signifikante Herausforderung für die Umwelt und den Kampf gegen den Klimawandel.
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Wächst der Strom in Suriname?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs in Suriname sind die Entwicklungen in den letzten Jahren eher enttäuschend. Der Stromverbrauch pro Person ist seit seinem Höchststand im Jahr 1993 deutlich gesunken, von damals 4293 kWh auf derzeit 3403 kWh. Dies entspricht einem Rückgang um fast 900 kWh pro Person. Bemerkenswerterweise ist der Anteil an kohlenstoffarmer Energie noch dramatischer gesunken, von 3577 kWh pro Person auf aktuell 1463 kWh. Diese Rückgänge deuten darauf hin, dass sowohl der allgemeine Verbrauch als auch der kohlenstoffarme Verbrauch nicht nur stagniert, sondern tatsächlich gesunken sind.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung in Suriname zu erhöhen, kann das Land von erfolgreichen Regionen und ihren Strategien lernen. Der verstärkte Ausbau von Solarenergie, wie er in Kalifornien mit über 30% beachtlich vorangetrieben wird, könnte auch für Suriname eine bedeutende Rolle spielen. Weiterhin bietet der Erfolg der Kernenergienutzung in Ländern wie Frankreich und der Slowakei, wo Kernenergie über 60% der Stromerzeugung ausmacht, ein Vorbild für den Aufbau der Kernenergiekapazitäten in Suriname. Durch die Übernahme dieser bewährten Vorgehensweisen kann Suriname eine stabile und nachhaltige Stromerzeugung auf kohlenstoffarmer Basis sichern und den Einsatz fossiler Brennstoffe reduzieren.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Suriname ist durch Schwankungen in der Wasserkraftnutzung gekennzeichnet. In den frühen 1980er Jahren war ein Anstieg von 0,3 TWh zu verzeichnen, gefolgt von Rückgängen in den späten 1980ern. Im nächsten Jahrzehnt, in den frühen 1990ern, war erneut ein Wachstum zu beobachten, mit Anstiegen von jeweils 0,2 TWh. Allerdings folgte in den späten 1990er und 2000er Jahren eine Phase der Volatilität mit kleinen Anstiegen und Rückgängen. In den letzten zwei Jahrzehnten, beginnend etwa 2006, stabilisierte sich die Wasserkrafterzeugung etwas und zeigte zwischenzeitlich leichte Zuwächse. Diese historischen Schwankungen betonen die Notwendigkeit, weitere kohlenstoffarme Projekte in Betracht zu ziehen, um eine nachhaltigere und stabilere Stromerzeugung zu gewährleisten.








