Aktuell wird in Suriname mehr als die Hälfte der Elektrizität aus fossilen Brennstoffen gewonnen, was etwa 57% ausmacht. Dies bedeutet, dass fast 43% der Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Der Großteil dieser kohlenstoffarmen Elektrizität stammt aus der Wasserkraft mit einem Anteil von rund 42%. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Suriname beim Übergang zu sauberer Energie auf die Wasserkraft setzt, während fossile Brennstoffe nach wie vor dominieren.
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Wächst der Strom in Suriname?
Die Elektrizitätsverbrauchsrate in Suriname liegt derzeit bei 3403 kWh pro Person, was im Vergleich zum höchsten jemals verzeichneten Stand von 4293 kWh pro Person aus dem Jahr 1993 einen Rückgang von etwa 890 kWh bedeutet. Dies deutet auf einen insgesamt rückläufigen Elektrizitätsverbrauch im Land hin. Besonders besorgniserregend ist der beträchtliche Rückgang des kohlenstoffarmen Elektrizitätsanteils, der von 3577 kWh pro Person im Jahr 1993 auf 1463 kWh gesunken ist, was einen drastischen Rückgang verdeutlicht.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, könnte Suriname von erfolgreichen Regionen lernen. Beispielsweise erzeugen Länder wie Frankreich und die Slowakei einen Großteil ihrer Elektrizität aus Kernenergie, während Länder wie Dänemark und Staaten wie Iowa einen hohen Anteil an Windenergieproduktion aufweisen. Solarenergie könnte ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen, inspiriert von Beispielen wie Nevada und Kalifornien, wo Solartechnologie einen beträchtlichen Anteil der Energieerzeugung ausmacht. Die Implementierung solcher Technologien würde nicht nur die Energieunabhängigkeit von Suriname stärken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten.
Geschichte
In den frühen 1980er Jahren verzeichnete Suriname Schwankungen in der Wasserkraftproduktion mit einem leichten Anstieg im Jahr 1982, gefolgt von Rückgängen in den Jahren 1983 und 1986. In den späten 1980er Jahren gab es wiederum Zuwächse, insbesondere 1989 mit einem deutlichen Anstieg. In den 2000er Jahren setzte sich dieses Muster fort, wobei sowohl Zunahmen als auch Abnahmen zu verzeichnen waren. Trotz des Potentials blieb die Wasserkraftentwicklung häufig hinter den Möglichkeiten zurück, was eine diversifizierte Strategie einschließlich der Einführung von Solar- und möglicherweise Kernenergie in Betracht ziehen lässt, um eine stabilere und zukunftsorientierte Energieversorgung zu sichern.


