In der Dominikanischen Republik wird der größte Teil des Stroms aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Mehr als 80 Prozent der Stromerzeugung stammt aus fossilen Quellen, wobei Gas mit über 40 Prozent den größten Anteil hat, gefolgt von Kohle mit etwas mehr als 30 Prozent. Im Gegensatz dazu tragen kohlenstoffarme Stromquellen, einschließlich Wasserkraft, Solar und Wind, weniger als 20 Prozent zur gesamten Stromerzeugung bei. Wasserkraft macht mehr als ein Drittel dieses kohlenstoffarmen Stromanteils aus, während Solarenergie und Windenergie jeweils etwas mehr als 5 Prozent und 4 Prozent zur Stromerzeugung beitragen. Diese Zahlen zeigen, dass die Dominikanische Republik noch einen weiten Weg vor sich hat, um ihre Abhängigkeit von kohlenstoffintensiven Energieträgern zu reduzieren und den Anteil nachhaltiger, sauberer Energiequellen zu erhöhen.
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromquellen in der Dominikanischen Republik zu erhöhen, wäre die Entwicklung der Kernenergie eine wichtige Strategie. Länder wie die Slowakei und Frankreich erzeugen beeindruckende Mengen an Strom aus Kernenergie, mit Anteilen von 60 Prozent bzw. 68 Prozent. Da die Dominikanische Republik in einer Region liegt, die reich an Sonnen- und Windressourcen ist, bietet auch der Ausbau von Solar- und Windprojekten große Potenziale. Dänemark, Uruguay und Litauen haben alle beachtliche Fortschritte bei der Nutzung von Windenergie gemacht und könnten als Vorbilder dienen. Ein weiteres Beispiel ist Griechenland, das erfolgreich sowohl die Solar- als auch die Windenergie in sein Energiesystem integriert hat und zeigt, dass auch kleinere Länder in der Lage sind, die Nutzung sauberen Stroms entscheidend zu steigern.
Der historische Blick auf die kohlenstoffarme Stromerzeugung der Dominikanischen Republik zeigt eine wechselvolle Entwicklung, insbesondere bei der Wasserkraft. Vom Jahr 1976 bis in die frühen 1990er Jahre gab es positive Entwicklungen, mit bemerkenswerten Zuwächsen in den Jahren 1981 und 1985. Allerdings folgten auch Zeiten des Rückgangs, wie der starke Rückgang im Jahr 1989. In der jüngeren Vergangenheit, ab 2016, gab es eine gewisse Stabilität, mit leichten Erträgen in der Wasserkrafterzeugung, während 2020 ein positiver Sprung in der Windenergie verzeichnet wurde und 2023 ein Anstieg der Solarenergie. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Dominikanische Republik Möglichkeiten hat, ihre kohlenstoffarmen Stromkapazitäten weiter auszubauen, besonders wenn neue Technologien und Infrastrukturinvestitionen gefördert werden.