In den letzten 12 Monaten, von Juli 2024 bis Juni 2025, hat sich der Energiemix der Dominikanischen Republik überwiegend auf fossile Brennstoffe gestützt, welche mehr als vier Fünftel der gesamten Stromerzeugung ausmachen. Gas und Kohle tragen signifikant dazu bei, wobei Gas mit rund 40 % und Kohle mit etwa 29 % zu Buche schlagen. Kohlenstoffarme Energiequellen, die eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen, decken jedoch nur etwa 19 % des Energiebedarfs des Landes ab. Innerhalb dieser Gruppe nimmt die Wasserkraft mit ungefähr 7 % den größten Anteil ein, gefolgt von Solarenergie mit ebenfalls rund 7 % und Windkraft, die knapp 5 % ausmacht. Die Dominikanische Republik könnte weitaus mehr von ihren natürlichen Ressourcen profitieren, um die nachhaltige Energieerzeugung auszubauen und den Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen zu erhöhen.
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Wächst der Strom in Dominikanische Republik?
Obwohl die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen leicht gestiegen ist, zeigt der gesamte Elektrizitätsverbrauch in der Dominikanischen Republik einen besorgniserregenden Rückgang. Der Pro-Kopf-Verbrauch betrug im Jahr 2025 etwa 2109 kWh, was einen Rückgang von 95 kWh im Vergleich zu den historischen Höchstwerten im Jahr 2024 darstellt. Auf der positiven Seite erreichte die kohlenstoffarme Stromerzeugung im selben Zeitraum 394 kWh pro Person, was einer Zunahme von 27 kWh im Vergleich zu ihrem Höchstwert entspricht. Dies deutet darauf hin, dass das Land Fortschritte bei der Integration sauberer Energiequellen macht, obwohl der Gesamtkonsum gesunken ist. Es ist notwendig, den allgemeinen Stromverbrauch zu steigern, insbesondere durch die Förderung sauberer Energiequellen, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen, die durch Elektrifizierung und technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz entstehen werden.
Vorschläge
Zur Erhöhung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung kann die Dominikanische Republik von erfolgreichen Regionen lernen. Zum Beispiel setzt Frankreich stark auf Kernenergie, die 69 % der dortigen Stromerzeugung ausmacht, während Iowa beeindruckende 60 % seines Strombedarfs durch Windenergie deckt. Diese Beispiele zeigen, dass durch gezielte Investitionen in Kernenergie und Solarenergie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erheblich reduziert werden kann. Die natürliche Sonneneinstrahlung in der Region macht Solarenergie zu einer besonders attraktiven Option für die Dominikanische Republik. Gleichzeitig könnte das Land von der Integration der hochleistungsfähigen Windkraftpraktiken Dänemarks profitieren, das knapp die Hälfte seiner Energie aus Windkraft bezieht.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung in der Dominikanischen Republik in Wellen bewegt, hauptsächlich durch Wasserkraft. Die frühen 1980er Jahre verzeichneten kleinere Schwankungen mit einem Rückgang von 0,5 TWh im Jahr 1982 und einem Anstieg um 0,6 TWh im Jahr 1985. Die späten 2010er und frühen 2020er Jahre zeigten bedeutende Bemühungen zur Integration von Solar- und Windenergie mit einem beeindruckenden Anstieg im Jahr 2023, als Solar- und Windenergie jeweils um 0,9 TWh zunahmen. Der Rückgang der Wasserkraft 2022 um 1,1 TWh verdeutlicht jedoch auch die Herausforderung, die Beständigkeit kohlenstoffarmer Energiequellen zu gewährleisten. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, die kohlenstoffarme Stromerzeugung durch moderne Technologien und verlässliche Quellen wie Kernenergie und Solarenergie auszubauen.