Derzeit liegt der Anteil der fossilen Brennstoffe an der Stromerzeugung in der Dominikanischen Republik bei fast 80 %. Innerhalb dieser Gruppe macht Gas etwa 39 %, Kohle fast 29 %, während Öl in den Daten der Stromerzeugung nicht explizit genannt wird. Im Gegensatz dazu stammt gut 21 % des Stroms aus kohlenstoffarmen Energiequellen. Solarenergie hat hierbei einen Anteil von rund 9 %, gefolgt von Wasserkraft mit etwa 6,5 % und Windenergie mit knapp 5 %. Diese Aufteilung zeigt, dass fossile Brennstoffe immer noch dominieren, während der Anteil an sauberer Energie noch ausbaufähig ist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Dominikanische Republik?
In Bezug auf den Stromverbrauch verzeichnet die Dominikanische Republik eine rückläufige Entwicklung. Aktuell liegt der durchschnittliche Stromverbrauch pro Person im Jahr 2025 bei 2067 kWh, was einen Rückgang von 137 kWh im Vergleich zum Vorjahresrekord von 2204 kWh darstellt. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass die kohlenstoffarmen Stromquellen zugenommen haben. Der Anteil kohlenstoffarmer Energie pro Person stieg auf 440 kWh, eine Erhöhung um 73 kWh gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser positiven Entwicklungen bei sauberer Energie gibt der Rückgang des Gesamtstromverbrauchs Anlass zur Sorge.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie in der Dominikanischen Republik zu steigern, könnte das Land von erfolgreichen Regionen lernen. Insbesondere die Expansion von Solar- und Kernenergie kann positive Auswirkungen haben. Nordmazedonien erreicht beispielsweise beeindruckende 49 % seiner Stromerzeugung aus Solarenergie, während Frankreich einen Anteil von 67 % aus Kernenergie bezieht. Durch die Übernahme solcher Modelle könnte die Dominikanische Republik den Ausbau sauberer Energiequellen vorantreiben und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.
Geschichte
Der Blick auf die Geschichte der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen in der Dominikanischen Republik zeigt eine wechselhafte Entwicklung. In den frühen 1980er Jahren hatte die Wasserkraft einen kurzen Aufschwung, gefolgt von einem Rückgang in den späten 1980er Jahren. Auch in den 1990er und 2000er Jahren war Wasserkraft von Schwankungen geprägt, wobei einige Jahre Zuwächse und andere Jahre Rückgänge verzeichneten. Ein signifikanter Einbruch in verschiedenen Bereichen, einschließlich Wind und Solar, ereignete sich im Jahr 2022. Doch seit 2023 ist ein erfreulicher Trend zu erkennen, insbesondere bei Solar- und Windenergie, die positiv zur Stromerzeugung beigetragen haben. Diese Entwicklungen sollten Ansporn sein, verstärkt auf die Nutzung sauberer Energien zu setzen, um die Stromversorgung insgesamt nachhaltiger zu gestalten.


