Derzeit bezieht Vermont mehr als die Hälfte seines Stroms, nämlich knapp 60%, aus Netto-Importen. Dies bedeutet, dass der Staat stark von auswärtigen Quellen abhängig ist. Rund 40% der Stromerzeugung in Vermont stammen aus kohlenstoffarmen Quellen. Dabei macht die Wasserkraft mit fast 19% den größten Anteil aus. Die Energieerzeugung durch Solar beträgt insgesamt ungefähr 8%, wobei sie sich fast gleichmäßig auf Solaranlagen für Versorgungsbetriebe und solche für den Eigenverbrauch verteilt. Windkraft stellt rund 6% des Stroms bereit, und Biokraftstoffe tragen in ähnlichem Umfang dazu bei. Zusammengenommen zeigt dies, dass Vermont einen ordentlichen Anteil seines Stroms aus sauberen Quellen bezieht, aber auch noch bedeutende Abhängigkeiten zu fossilen Energiequellen hat, vor allem durch Importe.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Vermont?
Vermonts Stromverbrauch pro Person ist im Jahr 2025 auf 9576 kWh gestiegen und hat damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2024 deutlich überschritten. Dies entspricht einem Zuwachs von 325 kWh pro Person. Gleichzeitig ist die Stromerzeugung durch kohlenstoffarme Quellen im Vergleich zu 2023 gesunken, von 4182 kWh pro Person auf 3835 kWh, ein Rückgang um 346 kWh pro Person. Dies ist ein besorgniserregender Trend, da der Gesamtstromverbrauch zwar wächst, die Anteile sauberen Stroms jedoch zurückgehen. Ein Anstieg des Stromverbrauchs ist zu erwarten, doch die saubere und nachhaltige Produktion muss diesen Schritt begleiten, um den Anstieg der Energiebedürfnisse ohne zusätzlichen CO2-Ausstoß zu bewältigen.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, kann Vermont von erfolgreichen Regionen lernen. Beispielsweise setzen Staaten wie New Hampshire und Illinois stark auf Kernenergie und erzeugen mehr als die Hälfte ihres Stroms aus dieser Quelle. Auch Staaten wie Iowa und South Dakota zeigen mit 58% Windkraftanteil, dass diese Technologie erheblich zur Stromversorgung beitragen kann. Vermont könnte daher die Einführung von Kernenergie in Betracht ziehen und seine Wind- und Solarkapazitäten ausbauen. Diese Schritte würden nicht nur den Anteil an sauberem Strom im eigenen Bundesstaat erhöhen, sondern auch die Abhängigkeit von Importen verringern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Vermont zeigt in den Jahren 2024 und 2025 eine gewisse Stagnation und sogar leichte Rückgänge. Besonders auffällig ist der Rückgang der Wasserkrafterzeugung um 0,3 TWh im Jahr 2024 und um 0,1 TWh im Jahr 2025. Die Beiträge von Windkraft und Biokraftstoffen blieben in diesen Jahren konstant, ohne Wachstum zu verzeichnen. Diese Entwicklungen betonen die Notwendigkeit, alternative kohlenstoffarme Technologien intensiv weiterzuentwickeln, um die Energieproduktion zu diversifizieren und die saubere Energiewende voranzutreiben, insbesondere durch den Ausbau der Kern- und Solarenergie.








