Elektrizität in Montserrat im Jahr 2022
Montserrat war 2022 bei seiner Stromversorgung vollständig von fossilen Brennstoffen abhängig: Ihr Anteil lag bei 100 %, während kohlenstoffarmer Strom laut den vorliegenden Daten keinen Beitrag leistete. Damit fehlt bislang eine saubere Stromversorgung, die die klimawirksamen Emissionen und die Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe verringern könnte.
Wächst der Strom in Montserrat?
Der Stromverbrauch pro Kopf erreichte 2022 mit rund 2.260 kWh einen neuen Höchststand. Gegenüber dem bisherigen Rekord von 2.245 kWh aus dem Jahr 2002 beträgt der Zuwachs allerdings nur 13 kWh beziehungsweise etwa 0,6 %. Das spricht eher für eine langfristige Stagnation als für kräftiges Wachstum. Ob auch der gesamte Stromverbrauch gestiegen ist, lässt sich ohne Bevölkerungsdaten nicht feststellen. Besonders bedauerlich ist der ausbleibende Fortschritt bei sauberem Strom: Die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb bei 0 kWh pro Kopf und damit unverändert gegenüber dem Vergleichswert von 2000.
Vorschläge
Für mehr kohlenstoffarmen Strom sollte Montserrat vor allem Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen ausbauen und mit Batteriespeichern sowie einem leistungsfähigen Stromnetz verbinden. Relevante Inselbeispiele sind der US-Bundesstaat Hawaii und Zypern, wo Solarstrom jeweils knapp ein Viertel der Stromerzeugung ausmacht. Cabo Verde zeigt mit jeweils rund 14 % Solar- und Windstrom, dass beide Quellen auf Inseln gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten können; Montserrat sollte deshalb auch geeignete Windstandorte prüfen. Kernenergie gehört ebenfalls in eine langfristige Prüfung sauberer Versorgungsoptionen, insbesondere mit Blick auf kleine Reaktorkonzepte und regionale Zusammenarbeit. Frankreich und die Slowakei erzeugen jeweils etwa zwei Drittel ihres Stroms aus Kernenergie und zeigen damit deren möglichen Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung. Diese Beispiele sind Orientierungspunkte, keine unmittelbar übertragbaren Baupläne für Montserrat.
Geschichte
Zur historischen Entwicklung wurden keine jährlichen Veränderungen nach Stromquelle in TWh übermittelt. Deshalb lassen sich weder einzelne Ausbauphasen noch Entwicklungen über Jahrzehnte verlässlich beschreiben. Die verfügbaren Vergleichswerte zeigen lediglich, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf sowohl 2000 als auch 2022 bei null lag. Ein detaillierter Verlauf zwischen diesen Jahren ist daraus nicht ableitbar; deutlich wird jedoch, wie dringend Montserrat den Einstieg in eine wachsende, saubere Stromversorgung voranbringen sollte.













