Elektrizität in Amerikanisch-Samoa im Jahr 2023
Amerikanisch-Samoas Stromverbrauch wurde 2023 den vorliegenden Daten zufolge vollständig durch fossile Brennstoffe gedeckt. Kohlenstoffarmer Strom hatte somit keinen Anteil am Strommix. Diese vollständige Abhängigkeit von fossiler Stromversorgung unterstreicht die Bedeutung eines Ausbaus sauberer Stromerzeugung, um klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung zu verringern.
Wächst der Strom in Amerikanisch-Samoa?
Beim Stromverbrauch pro Kopf gab es 2023 kein Wachstum: Er sank gegenüber dem bisherigen Rekord von 2022 um rund 150 auf etwa 3.580 kWh je Person, also um knapp 4 %. Noch besorgniserregender ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Nach einem Höchststand von 207 kWh je Person im Jahr 2022 lag sie 2023 bei null. Die Pro-Kopf-Werte zeigen damit einen Rückschritt; ob auch der gesamte Stromverbrauch gesunken ist, lässt sich ohne Bevölkerungsdaten nicht feststellen. Für die zunehmende Elektrifizierung und neue Stromanwendungen sollte insbesondere die saubere Stromversorgung wachsen.
Vorschläge
Für Amerikanisch-Samoa bietet sich vor allem ein entschlossener Ausbau der Solarstromerzeugung an. Besonders relevante Vorbilder sind das benachbarte Samoa und die pazifische Inselregion Vanuatu, die jeweils rund 13 % ihres Stroms aus Solarenergie erzeugen, sowie der US-Bundesstaat Hawaii mit fast einem Viertel. Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen, ergänzt durch Speicher und einen Netzausbau, könnten dafür wichtige Bausteine sein. Auch standortabhängige Windprojekte verdienen Prüfung: Die Inselregion Cabo Verde erzeugt jeweils rund 14 % ihres Stroms aus Wind und Solar. Darüber hinaus sollte Amerikanisch-Samoa die künftige Nutzung geeigneter kleiner Kernreaktoren prüfen. Frankreich mit rund zwei Dritteln Kernenergie und der US-Bundesstaat South Carolina mit gut der Hälfte zeigen, welchen großen Beitrag Kernenergie zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung leisten kann; ihre Erfahrungen sind allerdings keine unmittelbar übertragbare Bauvorlage für ein kleines Inselnetz.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben sind sehr begrenzt: Für 2022 ist bei Solarstrom eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr von 0 TWh verzeichnet. Das weist in der angegebenen Genauigkeit keinen Zuwachs aus, bedeutet aber nicht, dass damals überhaupt kein Solarstrom erzeugt wurde. Eine längerfristige Entwicklung lässt sich aus diesem einzelnen Eintrag nicht ableiten. Zusammen mit den Pro-Kopf-Angaben für 2023 wird jedoch deutlich, dass Amerikanisch-Samoa einen neuen Wachstumspfad für kohlenstoffarme Stromerzeugung braucht.














